Hidrate Spark 3 oder auch warum man keine Knopfzellen kaufen sollte

Mit dem Umstieg auf iOS und den Möglichkeiten, die die Kurzbefehle-App so mit sich bringt, kam ich auf die Idee, meine tägliche Flüssigkeitsaufnahme zu erfassen. Wie viele Menschen trinke ich nämlich auch grundsätzlich zu wenig und es kann ja nicht schaden zu wissen, wie wenig es wirklich ist. Schwupps bestellte ich mir also ein paar NFC-Tags um meine Wasserflasche damit auszustatten. Von nun an hielt ich immer brav das iPhone an die Flasche nachdem ich daraus getrunken hatte. Das Problem dabei ist, dass die Erfassung der Menge nur dann richtig funktioniert wenn man immer gleich viel trinkt und wer macht das schon.

Es musste also eine andere Lösung her und da kam mir die Hidrate Spark 3.0 gerade recht. Dabei handelt es sich um eine Wasserflasche mit integriertem Sensor der nach jedem „Trinkvorgang“ die aufgenommene Menge per Bluetooth an das eigene iPhone oder Android-Gerät übermittelt. Auf Wunsch erinnert der Sensor in der Flasche durch Blinken daran, Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Optional kann man sich auch von der Hidrate-App benachrichtigen lassen.

Die Hidrate-App zeigt für jeden Tag das Ziel an (lässt sich entweder manuell festlegen oder auf Basis verschiedener Körperdaten automatisch berechnen).

Grundsätzlich funktioniert das alles auch ziemlich gut. Die Flasche ermittelt den Wasserstand erstaunlich genau und in der App sieht man auf einen Blick wie viel Flüssigkeit noch bis zum Tagesziel fehlt. Gäbe es da nicht ein paar Haken:

  • Die Hintergrundaktualisierung funktioniert eher so meh. Nutzt man die App in Verbindung mit der Apple Watch kommt es immer wieder vor, dass die Daten nicht aktuell ist. Öffnet man die App auf iPhone oder Uhr wird der Wert aktualisiert, aber das ist natürlich Blödsinn. Wenn die iPhone-App schon eine watchOS-App mitbringt, möchte ich den aktuellen Fortschritt direkt über mein Handgelenk ablesen ohne vorher die App öffnen zu müssen. Mag aber auch an der iOS14 Beta und der dafür noch nicht optimierten App liegen.
  • Die Flasche darf nur mit Wasser (und bei Bedarf Eiswürfeln) gefüllt aber nicht in den Kühlschrank gestellt werden da sonst die Genauigkeit des Sensors leiden könnte. Das ist meiner Meinung nach aber Meckern auf hohem Niveau und durchaus zu verschmerzen.
  • Sollte man neben Wasser auch noch andere Flüssigkeiten zu sich nehmen, die mit der Flasche nicht getracked werden können, empfiehlt es sich, die entsprechenden Mengen händisch über die App einzutragen. Doof ist nur, dass man die vorgegebenen Mengen (500ml, 355ml und 240ml) nicht anpassen kann. Natürlich kann man jede x-beliebige Menge angeben. Wenn man aber meistens aus 330ml Gläsern oder 220ml Tassen trinkt, wäre es schön, diese Werte quasi als Bookmarks hinterlegen zu können.
  • Der Sensor in der Flasche braucht natürlich Strom. Diesen bekommt er von einer austauschbaren CR2477 Knopfzelle in der Unterseite. Leider hielt die im Lieferumfang enthaltene Knopfzelle nur gerade mal 3 Wochen durch. Das mag natürlich dem Alter der Batterie geschuldet sein. Allerdings ließ sich die Flasche mit zwei brandneuen Varta-Batterien auch nur jeweils ein paar Tage nutzen. Und damit wären wir auch schon beim für mich größten Nachteil der Hidrate angekommen. Die Stromversorgung ist einfach Mist. Es gibt zwar inzwischen schon den Nachfolger, die Hidrate Spark STEEL mit aufladbarem Akku, allerdings wird dieses Modell aktuell in Deutschland noch nicht angeboten. Hidrate Spark selbst liefert auch nur in die USA und nach Kanada. Deswegen kam für mich nur die Spark 3.0 in Frage.

    Was mich in diesem Zusammenhang übrigens doch sehr wundert sind die sehr positiven Bewertungen auf Amazon. Entweder ich bin der einzige mit qualitativ fragwürdigen Knopfzellen oder meine Hidrate Spark hat schlichtweg ein technisches Problem. Ich muss mal beim Hersteller nachfragen.

Das war mein Erfahrungsbericht zur Hidrate Spark 3.0. Schalte doch auch das nächste Mal ein wenn es wieder heißt „Technik, die man eigentlich nicht braucht, die aber doch irgendwie ganz cool ist…wenn denn alles funktioniert.“

Was hältst du davon? Kennst du andere coole Gadgets von denen man erfahren sollte? Schreib‘ es doch in die Kommentare!

Eine Antwort zu “Hidrate Spark 3 oder auch warum man keine Knopfzellen kaufen sollte”

  1. Damals, vorm Krieg, da stellte man sich eine Flasche hin und wenn Sie leer war, wusste man, dass man eine Flasche Wasser getrunken hat. Verrückt! 😋

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