The Detective Society

Ich mag Spiele, in denen man selbst ermitteln und am besten noch Verbrechen aufklären muss. The Painscreek Killings (auch wenn ich bekanntermaßen nicht immer so entzückt davon war) oder die Sherlock Holmes-Spiele sind ganz wunderbare Beispiele dafür. Leider hat sich dieses „Genre“ bisher vor allem auf Videospiele beschränkt. Brettspiele, die ähnlich gestrickt sind, kamen mir – bis auf „Exit the Room“-Vertreter – kaum unter. Jene werden aber oft auf Rätsel reduziert. Eine Geschichte kommt dabei meistens ziemlich kurz.

Umso mehr freute es mich, als ich vor kurzem über ein Kickstarter Projekt stolperte, das genau das ändern wollte: „The Detective Society: immersive, monthly mystery packages.“ Der Untertitel suggeriert dabei schon worum es geht: Für einen monatlichen oder einmaligen Betrag erhält man bis zu 6 Boxen (bei Kauf der kompletten 1. Staffel) mit Hinweisen, die es sinnvoll zu kombinieren gilt, um das Verschwinden von Claire Makova aufzuklären.

Wir konnnten vor ein paar Tagen die erste Box spielen. Meine ersten Eindrücke werde ich im Folgenden schildern.

Das Spiel beginnt (wenn man denn möchte) schon ein paar Tage vor Erhalt der ersten Box. In einer E-Mail des Beratungsunternehmens Dolosus Global wird man gebeten, dem Verschwinden von Claire Makova nachzugehen. Außerdem wird man darüber informiert, dass in einem passwortgeschützten Bereich der Website weitere Informationen zur Durchsicht warten würden. Das Passwort ist recht schnell gefunden (etwas zu schnell für meinen Geschmack) und nun heißt es warten, bis die Box eintrudelt.

Inhalt der ersten Box (inklusive der drei Mini-Rätsel)

Sobald man diese in Händen hält, müssen erst noch drei kleinere „Rätsel“ gelöst werden, um sich Dolosus Global gegenüber zu beweisen. Dann kann es richtig losgehen. Fotos, eine Anrufliste, eine Karte, mehrere Briefe, Websites, E-Mail Adressen und Telefonnummern helfen dabei, Claire aufzuspüren. Die Immersion wird v.a. dadurch erzeugt, dass jede Telefonnummer (leider mit UK-Vorwahl) angerufen, jede Website geöffnet und jede E-Mail Adresse angeschrieben werden kann.

Nach etwa 2 1/2h waren mit der ersten Box durch. Und das ist auch der für mich größte Kritikpunkt am Projekt.

Zwischenfazit

Uns hat die erste Episode von „The Detective Society“ Spaß gemacht. Rückblickend war es genau das richtige, um nach einem stressigen Arbeitstag auf andere Gedanken zu kommen.

Leider muss ich aber auch sagen, dass 144 Pfund (also etwa 160€) für 6 Episoden 1 meiner Meinung viel Geld ist. Das Preis-Leistungs-Verhältnis könnte durchaus besser sein, v.a. wenn man bedenkt, dass wir für die erste Episode nur deswegen etwa 2 1/2h gebraucht haben, weil diese noch die 3 Mini-Rätsel enthielt. Die Gründer des Projekts sprechen von 90 – 120min pro Folge. Dennoch ist es eine spannende und neue Erfahrung. Ich für meinen Teil habe tatsächlich die ganze Staffel gekauft, weil ich einfach sehr gespannt darauf bin, was da noch alles auf uns zukommt.

Falls ihr einfach mal reinschnuppern wollt, gibt es weiterhin die Möglichkeit, einzelne Folgen für 30 Pfund (etwa 33 Euro) über https://www.thedetectivesociety.com/shop zu kaufen.

Was hältst du von der Idee? Hast du evtl. auch schon Lust bekommen? Kennt du vielleicht ähnliche Projekte? Falls ja, schreib‘ es doch in die Kommentare!

  1. Hierbei handelt es sich um den Einmal-Betrag für die komplette erste Staffel (günstigste Zahlweise). Möchte man die Boxen monatsweise bezahlen, schlägt eine Box mit 27 Pfund zu Buche. Damit würde die ganze Staffel dann sogar 162 Pfund kosten.

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